01.04.2026, USA, Washington: US-Präsident Donald Trump spricht über den Iran-Krieg in der Cross Hall des Weißen Hauses in Washington.
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US-Präsident Donald Trump kündigt in seiner Rede an die Nation ein baldiges Ende des Iran-Krieges.

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Trump kündigt zeitnahes Ende des Iran-Krieges an

US-Präsident Trump hat in seiner Rede an die Nation ein baldiges Ende des Iran-Krieges angekündigt. Die US-Armee werde das Land "in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen". Als Reaktion kündigte Iran "noch vernichtendere Maßnahmen" an.

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US-Präsident Trump sieht den Krieg gegen den Iran kurz vor dem Ende. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele "sehr bald" zu erreichen, sagte Trump in einer Rede an die Nation am Mittwochabend Ortszeit. In den vergangenen Wochen hätten die US-Streitkräfte "schnelle, entschlossene und überwältigende Siege auf dem Schlachtfeld" errungen. Die US-Streitkräfte würden ihren Einsatz bald beenden, kündigte der Präsident an, da "die strategischen Kernziele kurz vor dem Abschluss stehen".

Trump: Islamische Revolutionsgarde wird "gerade jetzt dezimiert"

Der Einsatz "Epic Fury" habe in den vergangenen Wochen dazu geführt, dass die Fähigkeit des Iran, "Raketen und Drohnen zu starten, dramatisch eingeschränkt ist und ihre Waffenfabriken sowie Raketenabschussrampen zerstört werden". Trump erklärte, dass die iranische Marine nicht mehr existiere und die Luftwaffe in Trümmern liege. Die Führung des Landes sei "jetzt tot". Außerdem würde die Islamische Revolutionsgarde "gerade jetzt dezimiert". Die US-Armee werde den Iran "in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen".

In der Zwischenzeit würden die Gespräche mit Teheran weiterlaufen, betonte Trump in seiner Ansprache. Falls es nicht zu einer Einigung mit dem Iran kommen sollte, würden die USA iranische Kraftwerke hart angreifen. Damit bekräftigte er eine bereits zuvor geäußerte Drohung. Die US-Armee werde "jedes einzelne ihrer Elektrizitätswerke angreifen", sollte keine Einigung erzielt werden. "Wir haben alle Trümpfe in der Hand. Sie haben keinen." Er fügte hinzu: "Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen, wo sie hingehören." Zu einer möglichen Bodenoffensive der US-Streitkräfte im Iran äußerte sich Trump dagegen nicht; auch seine jüngste Drohung, die USA könnten aus der Nato austreten, wiederholte er nicht.

Iran will mit "noch vernichtenderen Maßnahmen" reagieren

Als Reaktion drohte das iranische Militär seinerseits mit einer "vernichtenden" Antwort auf Trumps Angriffsdrohung. "Rechnet mit unseren noch vernichtenderen, umfassenderen und zerstörerischeren Maßnahmen", erklärte das zentrale Einsatzkommando des iranischen Militärs, Chatam al-Anbija, an die USA und Israel gerichtet. "Im Vertrauen auf den allmächtigen Gott wird dieser Krieg so lange andauern, bis ihr gedemütigt, entehrt, von dauerhaftem und sicherem Bedauern erfüllt seid und euch ergebt."

Irans Militärsprecher Ebrahim Zolfaghari erklärte, die bisher von den USA und Israel angegriffenen Ziele seien unbedeutend, weil die strategische Militärproduktion an anderen Orten stattfinde. Von diesen wüssten die Angreifer nichts und könnten sie niemals erreichen.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Trump begründete den Krieg mit der nuklearen Bedrohung durch das "mörderische Regime" in Teheran. Der Iran habe kurz vor der Entwicklung einer Atombombe gestanden. Bereits am ersten Tag des Krieges wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, auf mehrere Golfstaaten sowie auf US-Einrichtungen in der Region.

Blockade der Straße von Hormus: "Nehmt sie euch einfach"

In seiner ersten Ansprache seit Beginn des Kriegs betonte Trump erneut, dass der Militäreinsatz nicht auf Irans Ressourcen, einschließlich Öl, abziele, sondern zur Unterstützung der Verbündeten der USA erfolge. "Wir sind jetzt völlig unabhängig vom Nahen Osten, und dennoch sind wir dort, um zu helfen", sagte er. Länder, die von aktuellen Öl-Engpässen betroffen sind, rief Trump auf, Energie aus den USA zu beziehen. "Kauft Öl von den Vereinigten Staaten. Wir haben reichlich. Wir haben so viel." Zudem forderte er die Länder erneut auf, "Mut" zu zeigen und die wichtige Meerenge zu sichern. "Nehmt sie euch einfach, schützt sie, nutzt sie für euch selbst."

Kurz nachdem Trump seine Rede gehalten hatte, meldete Israel mehrere Angriffswellen aus dem Iran. Medienberichten zufolge wurden dabei mehrere Menschen leicht verletzt. Auch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate meldete neue Angriffe auf sein Territorium. Die Ölpreise schnellten nach Trumps Rede wieder in die Höhe.

Mit Informationen von dpa, AP und AFP

Zum Video: Trumps Rede an die Nation

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