Justizministerin Hubig will Schwarzfahren entkriminalisieren - GdP widerspricht

Berlin: Bundesjustizministerin Hubig will das Schwarzfahren entkriminalisieren. Es sprächen gute Gründe dafür - wie etwa überlastete Gerichte und Gefängnisse, sagte die SPD-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Hubig verwies darauf, dass die Verfahren viele Ressourcen in der Justiz binden, die anderswo sinnvoller eingesetzt werden könnten. Kritik kommt von der Gewerkschaft der Polizei. Der Vorsitzende Roßkopf befürchtet, dass Schwarzfahren künftig als Kavaliersdelikt angesehen wird. Man laufe Gefahr, dass es sehr vielen Menschen dann einfach egal ist, ob sie einen Fahrschein haben oder nicht. Wer ohne gültigen Fahrschein in Bus oder Bahn unterwegs ist, begeht bisher eine Straftat und kann dafür unter Umständen sogar ins Gefängnis kommen.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 07.04.2026 10:00 Uhr

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