Andreas Wolff
Bildrechte: picture alliance / Maximilian Koch | Maximilian Koch

Andreas Wolff

Per Mail sharen
Artikel mit Video-InhaltenVideobeitrag

Trotz Wolff-Paraden: Super-Dänen zu stark im EM-Finale

Deutschland liefert den Weltmeistern von 2025 im EM-Finale einen intensiven Fight. Dank starker Paraden von Andi Wolff bleibt das DHB-Team lange dran, doch zwei Platzverweise und Dänemarks Abgezocktheit entscheiden die Partie.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

In einem hochkarätigen EM-Finale hielt Deutschland lange gegen die erfolgsverwöhnten Dänen dagegen. Von Beginn an kämpfte das Team von Bundestrainer Alfred Gíslason und insbesondere Andi Wolff glänzte zehn Jahre nach seinem EM-Titel. Die 27:34 (16:18)-Niederlage in einem lange Zeit ausgeglichenen und hochintensiven Endspiel schmerzte. Mit dem Gewinn der Silbermedaille feierte das deutsche Team aber den größten Erfolg bei einer Europameisterschaft seit dem Titelgewinn vor zehn Jahren.

Golla: "Stolz auf das ganze Turnier"

"Ich bin stolz auf die Leistung, stolz auf das ganze Turnier", sagte Kapitän Johannes Golla im ZDF. "Wir haben uns nicht aufgegeben. Wir sind bis zur 45., 50. Minute im Spiel." Das DHB-Team habe sich "mit einer vernünftigen Leistung vom Turnier verabschiedet. Glückwunsch an Dänemark. Wir wollen auf jeden Fall wiederkommen."

Starker Beginn und ein sicherer Rückhalt

Gegen die Weltmeister von 2025 glich Deutschland immer wieder aus. Eine rote Karte gegen Tom Kiesler brachte Deutschland aus dem Tritt, aber dank einer starken Abwehrleistung und Paraden von Wolff hielten sich die Deutschen im Spiel. Per Siebenmeter stellte Hansen dann auf den 18:16-Halbzeitstand.

Ausgleich nach der Pause - Dänemark antwortet schnell

Fünf Spielminuten nach Wiederanpfiff gelang Johannes Golla der 19:19-Ausgleich. Der sollte nicht von Dauer sein, schnell erarbeiteten sich die Dänen einen Zwei-Tore-Vorsprung. Nach einer fünfminütigen Tor-Durststrecke war das Momentum auf der Seite des Olympiasiegers. Nach 45 Minuten traf Jóhan Hansen per Siebenmeter zum 26:22 und einem Vier-Tore-Vorsprung.

Gíslason schwört sein Team ein

Im Anschluss schwörte Trainer Alfred Gíslason in einer Auszeit sein Team für die letzten zwölf Minuten ein. Eine Trendwende musste her, für die sich der durchgehend starke Wolff im Tor streckte und den Abstand durch starke Paraden verkürzte. Insgesamt hielt der deutsche Torhüter und Europameister von 2016 14 Mal.

Späte rote Karte besiegelt die Niederlage

Der gebürtige Regensburger Nils Lichtlein kam für Siebenmeter rein und traf dort zwei von drei. Als Spielmacher war Juri Knorr so stark, dass der 23-jährige Neffe von Carsten Lichtlein seine Rolle bei Strafwürfen fand.

Beim Stand von 31:27 traf Jannik Kohlbacher in der 57. Minute Mads Hoxer Hangaard unglücklich im Gesicht. Die Schiedsrichter entschieden auf Rot. Nach dieser Entscheidung war die Partie entschieden. Die "Übermannschaft" Dänemark erhöhte noch auf 34:27.