Straubing Tigers jubeln
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Gala am Pulverturm: Tigers überrollen Berlin im Play-off-Auftakt

Die Straubing Tigers starten furios in die Play-offs der DEL und lassen den Eisbären Berlin keine Chance. Am Pulverturm zeigt das Heimteam eine dominante Leistung und setzt ein klares Zeichen gegen den amtierenden Meister.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Die Straubing Tigers empfingen dank 101 Punkten in der Hauptrunde den Titelverteidiger Berlin mit breiter Brust. Zum dritten Mal in drei Jahren treffen beide Teams in einer Play-off-Serie aufeinander, bislang immer mit dem besseren Ende für Berlin. Doch nun verlief zumindest schonmal der Auftakt mit einem 5:1 (3:0, 1:0, 1:1) vielversprechend für Straubing.

Furioser Auftakt der Tigers

Straubing zeigte vom ersten Bully an, warum sie zuhause eine Macht sind. Tim Fleischer prüfte früh Berlins Keeper Jonas Stettmer, der zunächst noch rettete, doch nur Sekunden später war Fleischer erneut zur Stelle und traf frei ins Eck zum 1:0. "Wir waren gleich bereit", sagte Straubings Skills-Coach Aleksandrs Kercs dazu bei "Magenta Sport".

Und die Tigers blieben dran: Keine 90 Sekunden gespielt, da erhöhte Tyler Madden nach einem Doppelpass auf 2:0. Das war es noch nicht mit der Schock-Therapie für Berlin: Tim Brunnhuber nutzte einen perfekten Bandenabpraller und stellte nach nicht einmal zwei Minuten auf 3:0. Ein Auftakt wie im Rausch.

Die Fäuste fliegen

Berlin wirkte überrascht. Straubing hingegen blieb strukturiert, aggressiv und präsent. Nach elf Minuten flogen dann die Fäuste: Yannick Veilleux (Eisbären Berlin) und Adrian Klein (Straubing Tigers) lieferten sich einen Faustkampf, beide mussten mit einer großen Strafe vom Eis.

Dominanz im zweiten Drittel

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich wenig. Straubing blieb die bessere Mannschaft. Vor allem in den Zweikämpfen waren die Gastgeber deutlich zielstrebiger und bauten die Führung aus. Danjo Leonhardt traf zum 4:0 (23. Minute).

Berlin hatte zwar phasenweise mehr Scheibenbesitz, doch viele Abschlüsse wurden geblockt oder waren kein Problem für Haukeland. Straubing lauerte immer wieder auf Konter und kam so zu weiteren guten Möglichkeiten.

Schnelle Entscheidung im Schlussdrittel

Wie schon zu Beginn der ersten beiden Drittel erwischte Straubing auch im Schlussabschnitt den besseren Start. Nach nur 70 Sekunden sorgte Nick Halloran für die endgültige Entscheidung: Tyler Madden eroberte in der neutralen Zone den Puck und legte perfekt auf zu Halloran, der nur noch zum 5:0 einschieben musste.

Der Ehrentreffer der Berliner fiel durch Kai Wissmann, kam aber in der 55. Minute zu spät und änderte nichts mehr am Spielverlauf. Straubing hatte alles im Griff, spielte die Partie souverän zu Ende und ließ defensiv kaum etwas zu.

Ein deutliches Statement

Es war ein beeindruckender Auftritt der Tigers. Mit Struktur, Zweikampfstärke und gnadenloser Effizienz überrollten sie den amtierenden Meister und drehten die Play-off-Vorzeichen dieser Paarung auf Grün. Trotz des klaren Ergebnisses - es ist erst ein Spiel der Serie absolviert und Berlin hat schleißlich das "Meister-Gen".

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