Schnee, Regen und Tauwetter haben in den vergangenen Tagen in Teilen Bayerns zu steigenden Regelständen geführt. Inzwischen entspannt sich die Lage in einigen Regionen aber. Im Süden aber kommt bis zum Abend noch einmal ziemlich viel Regen runter.
Keine Pegel mehr bei Meldestufe 3 in Bayern
Für Franken meldet der Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND/externer Link) aktuell keine Meldestufe 3 mehr. Vielmehr läuft das Wasser an den Messstellen bei Meldestufen 1 und 2 ab. Auch bei Fürth am Berg im Landkreis Coburg ist mittlerweile der Pegel der Steinach auf Meldestufe 2 gesunken. Das bedeutet, dass noch land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet sein können oder es zu leichten Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen kommen kann.
Im oberfränkischen Einzugsgebiet des oberen Main sind laut der Experten die Scheitel erreicht, allerdings gehen einige nur langsam zurück und es kann noch zu Überflutungen freier Flächen kommen. Für den Main in Kemmern im Landkreis Bamberg nähert sich der Scheitel demnach morgen Abend Meldestufe 2.
In Mittelfranken hält das Hochwasser im Regnitzgebiet, an Altmühl und Wörnitz weiter an, weiterhin muss dort mit leichten Ausuferungen in Meldestufe 1 gerechnet werden, auch heute kann es nochmals zu neuen kleinen Wiederanstiegen kommen.
Pegelstände ändern sich schnell
Wie schnell sich die Pegelstände derzeit ändern, sieht man am Messpunkt des Weißen Main bei Bad Berneck: Gestern noch Meldestufe 3 überschritten, heute schon keine Meldestufe mehr. Bei Meldestufe 3 ist mit einer Überflutung einzelner bebauter Grundstücke, von Straßen, Häusern oder Kellern sowie Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Entspannung auch im Bayerischen Wald
Auch im Bayerischen Wald wird sich die Hochwassersituation im Laufe des Tages weiter entspannen. In Cham in der Oberpfalz hat der Fluss Regen seinen Scheitel in der Nacht erreicht, derzeit gilt dort Meldestufe zwei. Auch am Regen in Nittenau sowie in Marienthal meldet der Hochwassernachrichtendienst Bayern derzeit Meldestufe zwei.
Weiterer Anstieg von Schwarzach, Naab und Murach
Im Landkreis Schwandorf rechnet der Hochwassernachrichtendienst Bayern dagegen zunächst noch mit einem weiteren Anstieg der Wasserstände von Schwarzach, Naab und Murach. Der Pegel der Schwarzach bei Warnbach werde möglicherweise die Meldestufe drei überschreiten. Auch der Pegel der Murach bei Fronhof kann laut HND nochmal ansteigen.
Anstieg in Passau, aber nicht über Meldestufe eins hinaus
In Regensburg prognostiziert der Hochwassernachrichtendienst, dass die Donau bei Schwabelweis noch knapp Meldestufe zwei erreichen könnte. Auch die Naab bei Heitzenhofen im Landkreis Regensburg könnte laut HND noch die Meldestufe zwei erreichen.
In Passau prognostiziert der HND steigende Pegelstände von Ilz, Inn und Donau, insgesamt aber nicht über die Meldestufe eins hinaus.
Bayernkarte: Aktuelle Pegelstände
Im Süden noch einmal viel Regen bis zum Abend
Örtlich kann aber noch einmal deutlich Regen dazu kommen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kommen schwerpunktmäßig in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen nach gefallenen Regenmengen von 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter aus der vergangenen Nacht bis zum Abend noch einmal bis 30 L/qm neu hinzu. Zusätzlich hält das Tauwetter an. Das Dargebot wird somit am östlichen Alpenrand bis Mittwochmorgen zwischen 70 und 90 L/qm in 36 Stunden betragen haben. Es gelten Warnungen vor Schneefall und Dauerregen. Unter anderem im Landkreis München könnte es zu Ausuferungen und Überschwemmungen (externer Link) kommen.
Grafik: Bayernkarte – Wetterwarnungen des DWD
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