Postkarte vom Gardasee - ein beliebtes Ziel in den Osterferien
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Postkarte vom Gardasee - ein beliebtes Ziel in den Osterferien

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Von Hepatitis A bis Staus: Was Osterurlauber wissen müssen

Sonne tanken, ausspannen, etwas erleben oder einfach aus dem Alltag rauskommen: Die Osterferien sind für viele eine beliebte Urlaubszeit – gerade auch für Familien mit schulpflichtigen Kindern. Worauf man dieses Jahr in welchen Ländern achten sollte.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Infoblock am .

Die Osterferien stehen an, für viele eine gefragte Reisezeit. In einigen beliebten Reiseländern gibt es derzeit allerdings Einschränkungen oder Regelungen, die unbedingt zu beachten sind. Ein Überblick.

Viel Verkehr Richtung Süden erwartet

Der ADAC rechnet bereits ab Freitag mit starkem Reiseverkehr und vielen Staus in Bayern. "Es werden viele gleich nach Unterrichtsende starten, um nach Süden zu fahren", sagt Alexander Kreipl, Verkehrsexperte vom ADAC Südbayern. Als Hotspots nennt er die A99 rund um München, die A8 Richtung Salzburg, die Inntal Autobahn und die A7 vor dem Grenztunnel Füssen.

Ein Hauptreisetag werde wohl der Samstag. Besonders heftig könne es auch am Gründonnerstag werden: Das ist laut Kreipl einer der "staureichsten Tage im ganzen Jahr". Auch an den Osterfeiertagen werde viel Verkehr erwartet. Was die Lage verschärfe: Auch in Österreich, Italien und Teilen Frankreichs sind Ferien.

Auf Eis und Schnee vorbereiten

Der ADAC weist auf eine Besonderheit in diesem Jahr hin: Ostern liege vergleichsweise früh, etwa zwei Wochen früher als 2025. "Man muss auf jeden Fall mit Schnee rechnen", betont Kreipl deshalb. In Österreich, Italien und der Schweiz ist laut ADAC "bereits in mittleren Lagen mit winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen". Dann gelte Winterreifenpflicht – in Österreich bei Winterwetter bis zum 15. April. Auf der Brennerautobahn A22 und in Bozen gelte eine allgemeine, witterungsunabhängige Winterausrüstungspflicht.

Mit dem Auto in den Urlaub fahren kann in diesem Jahr in Folge des Iran-Krieges vergleichsweise teuer werden: Benzin und Diesel kosten aktuell mehr als zwei Euro. Laut ADAC Spritpreisvergleich (externer Link) kostete Diesel vor einem Jahr um die 160 Cent pro Liter, E10 mit 170 etwas mehr.

Spanien: Streiks an Flughäfen auf Montag verschoben

Wer mit dem Ziel Spanien ins Flugzeug steigt, muss sich zumindest ab kommender Woche auf Verzögerungen einstellen. An zahlreichen Flughäfen in Spanien drohen ab Montag Streiks – auch an beliebten Urlaubszielen wie Barcelona, Valencia, Bilbao, Palma, Teneriffa oder Gran Canaria. Die Gewerkschaften hatten in letzter Minute eingelenkt und die angekündigten Streiks des Bodenpersonals auf den 30. März verschoben.

Es könne dennoch zu Warteschlangen, Verzögerungen und Verspätungen kommen. Ob sich Flüge verzögern, verschoben oder gestrichen werden, sei noch nicht absehbar. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, sich bei Fragen an ihre Fluggesellschaften zu wenden. Größere Ausfälle drohen aber wohl nicht, weil das Arbeitsrecht sogenannte "Mindestdienste" vorsieht.

Italien: Hepatitis A-Erkrankungen

Die Lust auf wärmere Temperaturen und gutes Essen lockt viele Urlauber nach Italien. Im Süden des Landes, in der Region Kampanien rund um Neapel, sind allerdings zuletzt mehr Menschen an Hepatitis-A erkrankt als üblicherweise. Lokale Behörden melden italienischen Medien zufolge für die Region etwa 150 neue Fälle seit Anfang des Jahres, mehr als die Hälfte davon in Neapel. Neapels Bürgermeister hat in der Folge ein Verbot verhängt (externer Link): Rohe Meeresfrüchte dürfen Restaurants vorerst nicht servieren. Sie sollten auch zu Hause nicht gegessen werden. Denn mutmaßlich hat verunreinigtes Abwasser Muschelzuchtanlagen in der Region kontaminiert.

Italienischen Medien zufolge hat eine solche Muschel-Charge aus Kampanien auch Menschen in der Region Latium rund um Rom infiziert. Das Virus ist ansteckend, wird oft durch eine Schmierinfektion übertragen und kann zu einer Entzündung der Leber führen.

Empfehlung der Ständigen Impfkommission zu Hepatitis A

Eine Impfung gegen Hepatitis A empfiehlt die Ständige Impfkommission nur gefährdeten Personen und Reisenden, die in betroffene Gebiete fahren. Das Auswärtige Amt empfiehlt eine Hepatitis A-Impfung bei Reisen nach Italien (externer Link), insbesondere in den Süden. Laut Tropeninstitut kann sich das auch für Kurzentschlossene lohnen, denn: Ein 95-prozentiger Schutz könne innerhalb von zwei Wochen (externer Link) erreicht werden, während die Inkubationszeit mindestens zwei Wochen betrage.

Nahost-Reisen: Folgen des Iran-Krieges

Der Iran-Krieg beeinflusst weiterhin Flüge in den Nahen Osten. Die Lufthansa setzt beispielsweise aufgrund der "volatilen Situation" Flüge sämtlicher Airlines der Gruppe in die Region bis einschließlich 30. April aus. Mehrere Ziele werden sogar bis Herbst nicht angeflogen, etwa Teheran, Beirut, Riad und Abu Dhabi. Flüge nach Dubai und Tel Aviv sind bis Ende Mai gestrichen.

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