Von links: Miroslav Nemec (Rolle: Kriminalhauptkommissar Ivo Batic) und Udo Wachtveitl (Rolle: Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr).
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Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl beenden als Ivo Batic und Franz Leitmayr ihre Karriere als Münchner Tatort-Kommissare.

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Ziemlich beste Kommissare – Batic und Leitmayr sagen Servus

Jetzt kommt der Ruhestand: Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl beenden als Ivo Batic und Franz Leitmayr ihre Karriere als Münchner Tatort-Kommissare. Nach 35 Dienstjahren und 100 Fällen ist Schluss mit dem Ermitteln.

Über dieses Thema berichtet: Abendschau am .

Batic und Leitmayr sind nicht nur eines der beliebtesten Tatort-Teams, sie sind auch das Duo mit den meisten Einsätzen überhaupt. Die Münchner traten am Neujahrstag 1991 im Tatort "Animals" ihren Dienst an und bringen es bis heute auf 100 Fälle – kein Duo ermittelte in der Krimireihe mehr Fälle als die beiden. Udo Wachtveitl bringt es auf den Punkt: "100 Fälle sind schon gut, wir wollen den Tätern ja nicht mit dem Rollator hinterherjagen."

Ein Blick zurück: "Animals", der erste Fall

Als "die jungen Wilden" traten Batic und Leitmayr in ihrem allerersten Tatort an, aber wie kamen die beiden zu ihren Rollen?

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Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl als Kommissare in ihrem ersten Tatort "Animals"

Die BR-Redaktion hatte damals lange gesucht, um "unverbrauchte Gesichter" für die neuen Folgen des Münchner Tatorts zu finden. Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl gehörten Ende der 1980er-Jahre zu den aufstrebenden Talenten in der deutschen Filmszene. Das Casting erfolgte stilecht bei einer Brotzeit in einem Münchner Biergarten. Es schmeckte wohl allen, denn der Rest ist Geschichte. Übrigens mussten sie am ersten Drehtag noch einmal zum Friseur, da die damalige Tatort-Redakteurin fand, dass man sie aufgrund der ähnlichen Haarpracht zu sehr verwechseln könnte.

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Batic und Leitmayr im Porsche in ihrem 100. Fall

Tatort München – "wie ein altes Ehepaar"

Und während andere Formate probieren, justieren, austauschen, bleibt man in München seinem Ermittler-Duo treu. Zwar haben sich in der Zwischenzeit ihre Frisuren wieder angeglichen, aber ihre Rollen wurden mit der Zeit immer ausdifferenzierter und bieten seit Jahren wohltuende Fernseh-Beständigkeit. Kein Wort wird zu viel gesprochen. "Wie ein altes Ehepaar" agieren die beiden, heißt es oft in den Fan-Kommentaren im Internet, und das kommt in den deutschen Wohnzimmern gut an. Über ihr Rollen-Privatleben erfahren die Zuschauenden zwar wenig in den 35 TV-Dienstjahren, aber vielleicht ist es genau das, was ihre Beliebtheit ausmacht: ein Kriminalfall, eine Ermittlung und (im besten Fall) eine Lösung.

"Servus" nach 35 Jahren und 100 Fällen

Doch wie verabschiedet man sich nach so vielen Jahren als quasi TV-Institution? Ein dramatischer Tod? Oder dürfen sie als lebende Kommissare in Erinnerung bleiben? Es hat Tradition, dass langjährige Ermittlerinnen und Ermittler bei ihren Abgängen Wünsche fürs Drehbuch äußern dürfen, so hatten auch Nemec und Wachtveitl ihre eigenen Vorstellungen. Mit der Redaktion brüteten sie lange über die Dramatik ihres Abschieds- - Wie sie nun tatsächlich abtreten, wird sich zeigen.

In einer Szene ihrer letzten beiden Folgen "Unvergänglich 1 und 2" besprechen sie es als Kommissare Batic und Leitmayr selbst:

"Wir könnten ja ausmachen, dass wir uns im letzten Fall nicht erschießen lassen." "Das wäre ja nun wirklich volles Klischee." Batic und Leitmayr

Und was sagen Nemec und Wachtveitl?

'Unvergänglich'- das war schon sehr schmeichelhaft, als wir den Titel gelesen haben. Was ist schon unvergänglich? Der Titel ist definitiv ein mutiger Fanfarenstoß!" Nemec und Wachtveitl

Es bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, das erst in zwei spannungsgeladenen Doppel-Folgen an Ostern aufgelöst wird. Der komplexe Fall wartet mit vielen Rätseln auf, und einige alte Bekannte und Weggefährten aus über 35 Dienstjahren tauchen wieder auf. Beispielsweise Michael Fitz, der in 44 Folgen als Carlo Menzinger assistierte, oder Lisa Wagner, die Fallanalytikerin Christine Lerch (von 2014-2016), die im Präsidium vorbeikommt, um die beiden in die Rente zu verabschieden.

Die Nachfolge ist geklärt: Staffelstab-Übergabe an Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer

Carlo Ljubek wird künftig als Kriminalhauptkommissar Nikola Buvak zusammen mit Ferdinand Hofer als Kriminaloberkommissar Kalli Hammermann die Geschäfte in München übernehmen. Ihr erster gemeinsamer Fall wurde im Herbst 2025 gedreht. Ljubek hat keine Sorge vor der Herausforderung: "Mit diesen Fußstapfen gehe ich gerne mit. Umso größer sie sind, desto leichter trete ich rein."

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Carlo Ljubek trifft im Jubiläums-Tatort "Unvergänglich" als Nikola Buvak auf Batic, Leitmayr und Hammermann

Die Tradition der kroatisch-bayerischen Freundschaft bleibt also auch mit dieser Kombination im Münchner Tatort erhalten. Ob auch sie 100 Fälle gemeinsam lösen werden?

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