Russische Justiz stuft Memorial als "extremistisch" ein

Ein russisches Gericht hat die Organisation "Memorial" als extremistisch eingestuft. Der Menschenrechtsgruppe ist damit jegliche Arbeit in Russland ab sofort verboten, melden russische Staatsmedien. Die 1989 gegründete Organisation arbeitete unter anderem Verbrechen aus der Stalin-Zeit auf und zeigte Rechtsverstöße der Regierung auf. 2022 bekam "Memorial" den Friedensnobelpreis. Maskierte Sicherheitskräfte haben außerdem die regierungskritische Zeitung "Nowaja Gaseta" in Moskau durchsucht. Darauf machten die Redakteure selbst aufmerksam. Die Polizei sagte, es gehe um ein Strafverfahren wegen der Abschöpfung von Personendaten.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 10.04.2026 01:00 Uhr

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