Investor Hasan Ismaik
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"Schritt zurück"? Ismaik legt nach und crasht 1860-Meisterparty

Investor Hasan Ismaik legte am Abend mit einem Statement nach, in dem er etwas kryptische Zukunftsaussagen beim TSV 1860 München tätigte. Damit crashte er die Party der Löwen, die ihre Meisterschaft vor 60 Jahren feierten.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

1860-Investor Hasan Ismaik äußert sich eigentlich nur selten. Wenn er es binnen 24 Stunden gleich zweimal tut, dann muss es ihm um viel gehen. Nach seinem Statement am Vorabend, in dem Ismaik noch Forderungen an den Verein gestellt hatte, meldete sich der Jordanier am Donnerstagabend erneut zu Wort - und deutetet seinen Abschied an. "Manchmal ist ein Schritt zurück ehrenvoller, als einen Weg fortzusetzen, der in einem Zusammenbruch mündet", schrieb Ismaik auf Instagram. Der Post wurde um kurz vor 18.00 Uhr abgesetzt, wenige Minuten später begann die Party der Meisterlöwen von 1966 und erwischte die Beteiligten entsprechend kalt.

Lässt Ismaik die Löwen ein zweites Mal in die Regionalliga gehen?

Sechzig fehlen 2,7 Millionen Euro, um die Lizenz für die 3. Liga zu erhalten. Investor Ismaik verwehrt diese aktuell. Sein Statement am Abend klingt nach einem Schicksal wie vor neun Jahren. Damals hatte der Jordanier ebenfalls nicht gezahlt und 1860 musste in die Regionalliga Bayern zwangsabsteigen. "Wenn die Löwen von Grund auf neu aufgebaut werden müssen, selbst aus niedrigeren Ligen heraus, dann ist das keine Schande", schreibt der Investor.

"Große Vereine werden nicht daran gemessen, wo sie heute stehen, sondern daran, ob sie wieder aufstehen können, wenn sie fallen." Klingt, als hätte Ismaik kein Problem, es zum Äußersten kommen zu lassen. "Heute ist eine nette Feier. Ich hoffe nicht, dass es eine Trauerfeier wird, dass wir nächste Woche lesen, wir gehen in die Regionalliga", ist auch Meisterlöwe Bernd Patzke der Ernst der Lage bewusst.

Präsident Mang: "Gehören nicht in die vierte Liga"

Präsident Gernot Mang konnte sich in seiner Rede auf die Meistermannschaft von 1966, die er, wie er scherzte, in den letzten Tagen fünfmal geändert habe, einige Kommentare zur aktuellen Lage nicht verkneifen. "Wir gehören nicht dauerhaft in die 3. Liga und wir gehören schon gar nicht in die vierte Liga", ließ Mang wissen. Das Präsidium stehe "für einen erfolgreichen Profifußball. Wir wollen, dass dieser Verein wieder nach oben kommt, Schritt für Schritt".

Dies wolle man "mit harter Arbeit, mit klaren Strukturen, mit einem wirtschaftlich tragfähigen Stadion und mit wirtschaftlicher Vernunft" erreichen. Für Interviews stand Mang nicht zur Verfügung. Wie ernst der Verein die neuerlichen Zeilen Ismaiks nimmt, wurde also nicht beantwortet.

Heiß hofft auf Ismaik-Rettung "im letzten Moment"

An die Regionalliga wollte an diesem Abend keiner einen Gedanken verschwenden. "Bitteschön nicht. Dann käme ja mein Spruch zur Geltung, dass wir irgendwann wieder mit der Trambahn zu den Auswärtsspielen fahren", sagte Alfred Heiß. Gleichzeitig wünschte die Löwen-Legende dem Investor einen würdigen Abschied. "Er hat uns 14 Jahre im Profifußball gehalten. Ich wünsche ihm alles Gute, sollte er die Möglichkeit haben, respektvoll auszuscheiden." Gleichzeitig gelte es dann, einen neuen Geldgeber zu finden, um im bezahlten Fußball überleben zu können. Noch sei Ismaik auch nicht weg, merkte Heiß an. "Das war ja schon öfter der Fall, dass er im letzten Moment dann doch noch was gemacht hat, was den Verein gerettet hat."

Eine Hoffnung, die sich in den nächsten Tagen bewahrheiten, oder sich nicht erfüllen und den TSV 1860 München aus dem Profifußball befördern könnte.

Im Video: 1860-Präsident Mang: "Gehören nicht in die vierte Liga"

1860-Präsident Gernot Mang
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