Hasan Ismaik, Investor beim TSV 1860 München
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Hasan Ismaik, Investor beim TSV 1860 München

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Abstieg droht: Ismaik stellt im 1860-Lizenz-Chaos Forderungen

Dem TSV 1860 München droht der Lizenzentzug und der Zwangsabstieg in die Regionalliga. Nun meldet sich der Investor Hasan Ismaik zu Wort - und stellt Bedingungen für eine weitere Finanzierung. Das Vereinspräsidium hingegen bemüht sich um Beruhigung.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Ausgerechnet zum 60-jährigen Jubiläum der Meisterschaft des TSV 1860 München erreichen die Unruhen beim Traditionsverein TSV 1860 München eine neue Eskalationsstufe. Nachdem bekannt wurde, dass die Löwen bis zum 3. Juni 2,7 Millionen Euro auftreiben müssen, um die Lizenz für die 3. Liga vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu erhalten, auch BR24Sport liegen entsprechende Informationen vor, hat sich am Mittwochabend nun auch der Investor Hasan Ismaik zu Wort gemeldet.

Ismaik schreibt von 80 Millionen Euro Unterstützung seit 2011

In einem Statement auf Instagram (externer Link) schreibt der Investor, der im Mai 2011 beim Klub eingestiegen war: "Seit fünfzehn Jahren habe ich den Verein mit nahezu achtzig Millionen Euro unterstützt, weil ich an die Möglichkeit geglaubt habe, die Löwen auf starken und stabilen Grundlagen neu aufzubauen." Sein Ziel sei dabei nie gewesen, selbst im Mittelpunkt zu stehen. Vielmehr habe er dazu beitragen wollen, "den Verein dorthin zurückzuführen, wo er hingehört", heißt es weiter.

Gleichzeitig räumt der Jordanier ein: "Die Wahrheit ist jedoch, dass die Ergebnisse nicht das waren, was wir uns alle erhofft hatten." Sollte der Klub die 2,7 Millionen Euro bis zum 3. Juni nicht auftreiben können, droht immerhin der Sturz in die Regionalliga Bayern - wie bereits im Jahr 2017.

Ismaik schlägt neues Finanzierungsmodell vor

In seinem Statement bestätigt Ismaik zudem, dass er die bestehenden Darlehen gekündigt habe, "weil wichtige Verpflichtungen unter den Darlehensverträgen nicht eingehalten wurden". Gleichzeitig habe er dem Verein jedoch ein neues Finanzierungsmodell vorgeschlagen, um den Verbleib in der 3. Liga zu sichern.

Ismaik fordert zudem grundlegende Veränderungen beim Klub. Der Verein brauche eine "echte Restrukturierung, ein klares Finanzkontrollsystem und Compliance sowie ein Management, das nach modernen institutionellen Standards arbeitet, wie es auch bei erfolgreichen Vereinen und Unternehmen der Fall" sei. Darüber hinaus habe seine Seite dem TSV 1860 zusätzliche Lösungen vorgeschlagen, "um die Insolvenz des Vereins zu verhindern".

Ismaik stellt pikante Forderung

Notfalls müsse der Klub sogar "von Grund auf neu aufgebaut werden". Die "Bild" (externer Link) schreibt dazu, dass dafür ein Finanzfachmann eingestellt werden soll, der die künftige Einhaltung des Budgets überwachen soll.

"Bild" und "Süddeutsche Zeitung" (externer Link) schreiben zudem, eine weitere Forderung Ismaiks sei es, dass der Verein auf sein Vorkaufsrecht verzichten soll, wenn Ismaik den Klub doch einmal verkaufen sollte. Das ist ja seit dem vergangenen Jahr das große Ziel Ismaiks, wie er in einem exklusiven ARD-Interview verriet. Im Grundsatz heißt das: Im Falle eines Anteil-Verkaufs hätten die Löwen nicht mehr die Chance, mit der gleichen Summe, den Verein zurückzukaufen.

1860-Präsidium gab zuvor Entwarnung

Am Mittwoch hatte sich auch das Präsidium des Vereins zu der angespannten Lage geäußert, betont beruhigter. In einem Statement heißt es, "die Erbringung eines Liquiditätsnachweises gegenüber dem DFB im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga" sei ein "regelmäßig wiederkehrender Vorgang zu Beginn einer neuen Spielzeit." Man gehe derzeit davon aus, dass der Nachweis fristgerecht erbracht werden könne, entsprechende Gespräche würden bereits laufen.

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